Barbara Anna Maria Höllriegel

verheiratete Scotzniovsky · 1842 in München – 1909 in München

Barbara Anna Maria Höllriegel war die Tochter des königlich-bayerischen Steinmetzmeisters Franz Höllriegel (1794–1858) und seiner zweiten Frau Barbara Maria Keller (1804–1876). Über sie reichen die Wurzeln der Eisenberger zu den Klassizismusbauten Münchens unter König Ludwig I. zurück — an Glyptothek, Alte Pinakothek, Hofgartenarkaden, Walhalla und vor allem der Ludwigskirche wirkte ihr Vater als Steinmetzpolier mit.

Im Jahr 1858 erbte Barbara als Sechzehnjährige aus dem Nachlass ihres Vaters das Münchener Bürgerhaus Müllerstraße 46 a — eine Adresse, die sich über die nachfolgenden Heiraten zur zentralen Wohn- und Praxisadresse der Familie Eisenberger entwickeln sollte und vier Generationen lang im Familienbesitz blieb.

Sie heiratete Ferdinand Scotzniovsky, der mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Nymphenburg in Verbindung stand und in der Familienüberlieferung als „Künstler und Unternehmer" geführt wird. Aus dieser Ehe gingen unter anderem die beiden Töchter Barbara (1875) und Ella Scotzniovsky (1876) hervor, die später in die Familie Eisenberger einheirateten.

Barbara Anna Maria Höllriegel, verheiratete Scotzniovsky

Barbara Anna Maria Höllriegel
verh. Scotzniovsky

Die zentrale Verbindung der Familien Eisenberger und Höllriegel

Mit Barbara Höllriegel kreuzten sich zwei Münchener Familiengeschichten dauerhaft: die der bayerischen Klassizismus-Handwerker auf der einen, die der katholischen Akademiker und Beamten auf der anderen Seite. Ihre beiden Töchter heirateten drei der vier Söhne Maximilian Eisenbergers: Carl Joseph Eisenberger nahm Ella Scotzniovsky zur Frau, Ludwig Friedrich Eisenberger heiratete Barbara Scotzniovsky 1894, und nach dessen frühem Tod führte 1904 Eugen Eisenberger dieselbe Verbindung in zweiter Ehe fort. Damit wurde Barbara Höllriegel zur gemeinsamen Großmutter dreier Eisenberger-Schwiegerlinien.

Die vier Barbaras

Barbara Anna Maria Höllriegel ist die zweite in einer Namens­tradition, die sich über fünf Generationen durch die Familie zieht:

Familiengrab und Andenken

Barbara Höllriegel starb 1909 in München. Sie wurde im Familiengrab Höllriegel auf dem Alten Südlichen Friedhof beigesetzt, an dem bereits 1883 ihre Mutter, Barbara Maria Keller-Höllriegel, in einer Trauerfeier verabschiedet worden war — bei der ihr Schwiegersohn Ferdinand Scotzniovsky sprach und 200 Goldmark für die Höllriegel-Kapelle stiftete.