Magdalena Eisenberger, geb. Kuffer
18. Dezember 1829 in München – 27. Juli 1903 in Bad Tölz
Magdalena Kuffer war die einzige Tochter des Königlichen Hof- und Stadtfischers Johann Baptist Kuffer (1784–1814) und seiner Ehefrau Walburga Kimmer (1805–1886). Die Hoffischer-Konzession verlieh den Kuffers das Lieferrecht für Hofküche und Stadt München – ein angesehenes Privileg in der altbayerischen Gewerbeordnung, das die Familie zur Schicht der gesicherten Münchener Bürger zählte.
Magdalena wurde knapp ein halbes Jahr nach dem frühen Tod ihres Vaters geboren und wuchs bei ihrer früh verwitweten Mutter Walburga auf, die ihren Mann um über fünfzig Jahre überlebte. Am 10. September 1853 heiratete Magdalena in München den drei Monate jüngeren Juristen Maximilian Eisenberger; beide Ehepartner waren im selben Jahr 1829 geboren.
Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Drei verlor Magdalena im Säuglings- oder Kleinkindalter – ein für die Zeit nicht ungewöhnliches, persönlich aber prägendes Schicksal. Die vier überlebenden Söhne erreichten alle das Erwachsenenalter und studierten an Universitäten: Ludwig Friedrich wurde Mediziner, Friedrich Maximilian Bankdirektor, Carl Joseph Rechtsanwalt und Geheimer Justizrat, Eugen Apotheker.
Magdalena Eisenberger,
geb. Kuffer
Eltern und Herkunft
- Vater: Johann Baptist Kuffer (1784 in Niederlauterbach – 14. Februar 1814 in Niederlauterbach), Königlicher Hof- und Stadtfischer in München
- Mutter: Walburga Kimmer (1805 – 2. April 1886 in München), nach dem frühen Tod ihres Mannes über fünf Jahrzehnte Witwe
Münchener Verbindung
Magdalena brachte als Münchenerin die wesentliche städtische Anbindung in die Familie – ein Faktor, der den Eisenbergern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Übergang vom Provinzialnotariat in Bad Tölz hinein in das Münchener Bürgertum erleichterte. Über sie und ihre Mutter Walburga Kimmer reichen die Wurzeln der Familie tief in das altmünchner Hoffischer- und Handwerksmilieu zurück.
Lebensende
Maximilian Eisenberger starb 1887 in Bad Tölz; Magdalena überlebte ihn um sechzehn Jahre und galt als haltungsstarke Frau, die die Familie über den Tod ihres Mannes hinaus zusammenhielt. Sie starb am 27. Juli 1903 in Bad Tölz und wurde im Familiengrab Eisenberger beigesetzt. Auch ihre Mutter Walburga, die sie um nur drei Jahre überlebt hatte, war 1886 in München verstorben – nur ein Jahr vor ihrem Schwiegersohn Maximilian.