Ferdinand Scotzniovsky
19. Jahrhundert · Künstler und Unternehmer an der Königlichen Porzellan-Manufaktur Nymphenburg
Ferdinand Scotzniovsky war der Schwiegervater dreier Eisenberger-Söhne. Sein polnisch klingender Name verweist auf eine vermutlich schlesisch-galizische Herkunft. In der Familienüberlieferung wird er als „Künstler und Unternehmer“ geführt; er stand mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Nymphenburg in Verbindung – einer der traditionsreichsten Manufakturen im Königreich Bayern.
Er heiratete Barbara Anna Maria Höllriegel (1842–1909), die Tochter des Münchener Steinmetzmeisters Franz Höllriegel. Aus dieser Ehe gingen die beiden Töchter Barbara Scotzniovsky (1875) und Ella (Emanuela) Scotzniovsky (1876) hervor, die später beide in die Familie Eisenberger einheirateten.
Bei der Trauerfeier für seine Schwiegermutter Barbara Maria Höllriegel-Keller im Jahr 1883 sprach Ferdinand Scotzniovsky am Familiengrab Höllriegel auf dem Alten Südlichen Friedhof München und stiftete 200 Goldmark für die Höllriegel-Kapelle – ein für die Zeit beträchtlicher Betrag.
Ferdinand Scotzniovsky
Verbindung zur Familie Eisenberger
Mit den Heiraten seiner beiden Töchter um 1892 und 1894 sowie der zweiten Heirat Barbaras 1904 wurden drei der vier Eisenberger-Brüder zu Schwiegersöhnen Ferdinand Scotzniovskys – eine in der Sozialgeschichte des katholischen Süddeutschlands äußerst seltene Konstellation. Mit dieser Doppelverbindung kam auch das aus dem Höllriegel-Erbe stammende Münchener Anwesen Müllerstraße 46 a in den Familienbesitz der Eisenberger.